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1999 wurde Engelsdorf, nicht freiwillig, Teil der Stadt Leipzig. Im Ortsteil Engelsdorf leben derzeit über 9.000 Einwohner. Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahre 1176 in einer Urkunde der Stadt Leipzig. Lange Zeit bildete die Landwirtschaft die Grundlage der wirtschaftlichen Existenz der Einwohner. das änderte sich nachdem 1837 der Bau der ersten deutschen Ferneisenbahn erfolgte. Besonders in der Gründerzeit siedelte sich Industrie in Engelsdorf an. Im Jahre 1923 verband es sich mit der bis dahin selbständigen Gemeinde Sommerfeld, wohl um einem Anschluss an die Stadt Leipzig zuvor zu kommen. 1994 wurde Althen, 1995 Baalsdorf eingemeindet.

Die Grenze zwischen den ursprünglichen Ort Engelsdorf und Sommerfeld ist heute städtebaulich nicht mehr wahrnehmbar. Das Zentrum Sommerfelds, der Arnoldplatz, legt jedoch Zeugnis ab von der Anlage des ursprünglichen Straßenangerdorfes.

Engelsdorf ist heute ein lebenswerter und wirtschaftlich starker Ortsteil im Osten Leipzigs. Das neue Stadtteilzentrum an der Hugo-Aurig-Straße wird die Lebensqualität für die Einwohner weiter verbessern. Die Bürger engagieren sich in zahlreichen Vereinen. Genannt seien die Sportvereine, voran der SV Lok Engelsdorf, Chöre und Gesangsvereine oder der Anglerverband Mittlere Mulde. Viele Engelsdorfer engagieren sich ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr.

Die evangelische Kirchgemeinde verfügt über die Sommerfelder und die Engelsdorfer St.-Pankratius-Kirche und die kleine Hirschfelder Dorfkirche. Dem heiligen Pankratius, der den meisten von uns nur als "Eisheiliger" bekannt sein dürfte, sind übrigens insgesamt nur sieben Kirchen geweiht. In Engelsdorf gibt es auch eine lebendige römisch-katholische Gemeinde. Die St.-Gertrud-Gemeinde versammelt sich in ihrer modern anmutenden Pfarrkirche in der Engelsdorfer Straße.

Ein rühriger Ortschaftsrat wahrt die Interessen der Bewohner. Das Gymnasium hat einen guten Ruf, über die Grenzen des Ortsteiles hinaus. Mehrmals im Jahr erscheint eine Ortsteilzeitschrift, der "Engelsdorfer Gemeindebote".

Gastlich und gesellig sind die Engelsdorfer allemal. Den besten Beweis tritt unter anderem der renommierte "Gasthof Altengelsdorf" an. Wer Gastronomie mit Erlebnischarakter bevorzugt ist in der TBE Engelsdorf, der Traditions- und Begegnungsstätte der Eisenbahner, genau richtig. Der rührige Wirt serviert neben Speisen und Getränken lebendig die Tradition und Geschichte der Eisenbahn, die lange Zeit einen der wirtschaftlichen Motoren Engelsdorfs darstellte.

Mehr Informationen unter folgendem Link: http://www.engelsdorf.net/home.html