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Mölkau gehört seit 1999 zur Stadt Leipzig. Am 31. Dezember 2014 lebten 5872 Einwohner im Ort.

Erstmals erwähnt wurde das einst wendische Dorf 1324, als es dem Leipziger Thomaskloster geschenkt wurde. 1934 wurde es mit dem benachbarten Zweinaundorf vereinigt, das sich heute lediglich in der Bezeichnung „Zweinaundorfer Straße“ wieder findet. Eingesessene Mölkauer wissen natürlich noch beide Ortslagen voneinander zu unterscheiden. Der historische, alte Dorfplatz lässt die einstige Anlage des landwirtschaftlich geprägten Runddorfes noch gut erkennen. Die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts erfasste das an der Bahnstrecke von Leipzig nach Chemnitz gelegene Mölkau schnell und ließ wirtschaftliche Bedeutung, wie auch Einwohnerzahl sprunghaft ansteigen. Zwei große Gewerbegebiete bezeugen auch heute wieder von der Wirtschaftskraft des Stadtteils. Zahlreiche kleine und mittelständische Handwerks- und Industrieunternehmen haben sich dort angesiedelt.

Das „Stadtgut Mölkau“ mit dem angrenzenden Zweinaundorfer Gutspark genießt seit Generationen einen guten Ruf als Ausflugsziel der Leipziger. Hier im einstigen Gut Zweinaundorf feierten schon Robert Schumann und Clara Wieck ihre Hochzeit. Heute übrigens ist der Park deshalb Endpunkt eines "Leipziger Notenspur-Radweges". Nicht weniger bekannt ist der gegenüberliegende „Gasthof Zweinaundorf“. Viele Leipziger verbinden den Saal des Gasthofes mit ausgelassenen Stunden in den großen Zeiten des Beat-Club Leipzig. Ein Besuch lohnt sich auch heute wieder.

Ein weniger bekanntes, aber nicht weniger lohnendes Ausflugsziel stellt ohne Zweifel der historisch „Bergfriedhof“ dar.

Das Stadtteilleben Mölkaus wird auch vom ehrenamtlichen Engagement zahlreicher Vereine getragen. Erwähnt seien hier stellvertretend der Mölkauer Heimat- und Kulturverein, der Carneval-Club Mölkau, der Angel-Fischer-Verein 1990, aber auch die zahlreichen Sportvereine, Förder- und Kleingartenvereine und die Freiwillige Feuerwehr Mölkau.

Die evangelische Kirchgemeinde Baalsdorf-Mölkau gehört heute zum Kirchspiel Leipziger Osten, dessen Pfarrgebiet sich auch auf Paunsdorf, Sellerhausen-Stünz und Volkmarsdorf erstreckt. Eine Besonderheit der Mölkauer Kirche stellen die roten Sitzbänke dar. Wie die Bänke zu dieser Farbe kamen? Am besten lässt man es sich in der Kirche selbst erzählen.