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Im Leipziger Nordosten ist der Oberbürgermeister in die Kritik geraten, sich drängender Themen, wie der Entwicklung des Postbahnhofes, lediglich aus wahltaktischen Gründen anzunehmen. Ronald Pohle, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Leipzig Ost, würde sich selbst über ein Interesse des Oberbürgermeisters an Leipzigs Osten aus Gründen der Wahltaktik schon freuen.

"Für den Leipziger Osten hat der Oberbürgermeister leider gar kein Interesse." stellt Ronald Pohle fest. "Das Wählerforum des Bürgervereins Sellerhausen-Stünz, das Einzige im Osten, meidet der Herr Jung offenbar aus guten Gründen." Das wundere ihn aber auch nicht, außer blumigen Worten und der Pflege der sozialen Problemstellungen sei dazu von Jung nichts zu vernehmen, so Ronald Pohle. "Jung, einschließlich seiner Bürgermeisterriege, habe in der Diskussion um den Standort für ein Gymnasium erst wieder sein wahres Interesse an den Bewohnern der östlichen Stadtteile Leipzigs gezeigt. Hingegen werden in den, für ein Gymnasium völlig ungeeigneten, Standort Gorkistraße ohne Not über 20 Millionen Euro verplant - schlimmer können Steuermittel nicht verschwendet werden." Weder die Erwägungen der Fachleute im Schulnetzplan, noch Beschlüsse des Stadtrates hätten Burkhard Jung dazu bringen können, sich einer konstruktiven und zukunftsweisenden Entwicklung des Leipziger Ostens zuzuwenden. "Der städtebauliche und wirtschaftliche Zustand der Stadtteile Sellerhausen-Stünz, Anger-Crottendorf und Alt-Paunsdorf zeigen deutlich, was dem Oberbürgermeister der Osten der Stadt und seine Menschen wert sind - nichts." resümiert Ronald Pohle.

Presseerklärung, Leipzig, 18.01.2013