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Als Reaktion auf den am 13. Juli 2016 in der Leipziger Volkszeitung erschienenen Artikel „Leipzigs Kulturbügermeisterin will mehr Geld vom Freistaat“ äußert sich Ronald Pohle, Mitglied des Sächsischen Landtages, folgendermaßen:

„Ich bin sehr überrascht über die Forderung unserer neuen Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke nach noch mehr Geld für Leipzigs Kultur. Allein in den Jahren von 2012 bis 2014 sind die Kulturausgaben Leipzigs um über acht Millionen Euro oder um beinahe zehn Prozent gewachsen. Das ist ein weitaus größeres Wachstum als in jeder anderen sächsischen Kommune. Das ist legitim, wenn man es sich leisten kann.
Der Freistaat hat nicht über die Prioritätensetzung im Kulturbereich Leipzigs zu entscheiden, aber eben auch nicht für deren Finanzierung geradezustehen. Dies verantworten das Kulturdezernat und der Stadtrat Leipzigs. Frei nach dem alten Bürgermotto: „Wer die Musik bestellt, soll sie auch bezahlen!“ sollte sich Frau Jennicke ihrer neuen Aufgabe als Fachbürgermeisterin stellen. Immerhin handelt es sich bei dem gewünschten Geld um Steuereinnahmen, die in ganz Sachsen erwirtschaftet werden müssen. Es fehlt nicht am Geld sondern an der optimalen Verteilung und richtigen Prioritätensetzung. Dies wurde schon mehrfach richtig von der CDU Stadtratsfraktion angesprochen.“


Ronald Pohle
Leipzig, 13.07.2016