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Ein Sommernachmittag an der Riesaer Straße etwa in Höhe des Paunsdorfer Friedhofs bietet ein beschauliches Bild. Die Straße liegt, für Leipziger Verhältnisse in passablem Zustand, in der Sonne, in den Gartenvereinen erholen sich die Gärtner und auf dem Friedhof tummeln sich zahlreiche Besucher. Eine ganz andere Situation beherrscht die Nebenstraßen. Hier hat der Kampf um die wenigen Parkplätze längst begonnen. Selbst in den engen Straßen der Siedlungen ist jeder Meter zugeparkt. Auf der einstigen Bundesstraße Riesaer Straße hingegen herrscht Parkverbot. Erfreulich nur für das Ordnungsamt, dass seinen Blitzwagen auf einem der immerhin zehn Parkplätze vor dem Friedhof postiert hat, um die durch die breite, kurvenfreie Einfallstraße geradezu zum Rasen eingeladenen Durchfahrenden auf Schwarz-Weiß-Fotos zu verewigen. Eine bereits erfolgte Initiative zur Freigabe des Parkens auf der Riesaer wies die Verwaltung mit Verweis auf die Lage der großzügig ausgebauten Radwege und einer imaginären, sich daraus ergebenden Gefahrenlage zurück. Eine Begründung, die jedem unverständlich sein muss, der jemals die Situation nur wenige Meter stadteinwärts erlebte, wo sich fahrender und ruhender Verkehr, Radfahrer und Fußgänger friedlich den eher geringeren Verkehrsraum teilen müssen und können. Von den Verhältnissen auf der Karl-Liebknecht-Straße, wo Radfahrer auf dem zwischen Parkstreifen und Fahrspur gelegenen, schlecht markierten Radweg wohl wirklich gelegentlich um ihr Leben fürchten müssen, soll hier gar nicht geredet werden.

Das ist eines der Probleme, mit denen Anwohner Paunsdorfs an ihren Landtagsabgeordneten heran traten und dem sich die aktuelle Befragung widmet. Daneben stehen die drohende Schließung der 24. Grundschule, Ordnung und Sicherheit und städtebauliche Probleme im Mittelpunkt der Postkartenaktion. Am Montag, dem 24.Oktober, stehen Ronald Pohle und Stadtrat Holger Gasse ab 18.00 Uhr den Bürgern zur Rücknahme der Karten und zur Erörterung der benannten Probleme am Eingang des Paunsdorfer Friedhofes an der Riesaer Straße zur Verfügung. Die Befragungskarten wurden in den letzten Tagen vom Landtagsabgeordneten und Mitgliedern des CDU-Ortsverbandes in Wohnhäusern und Gärten verteilt