• Ronald Pohle

    Handwerker und Abgeordneter
  • Eine gute Wahl

    für alle Brennpunkte!
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Die Burka dient scheinbar dazu die Würde und Achtung der Frau zu schützen. Meines Erachtens jedoch unterdrückt sie die freie Entfaltung der Frau – sie bedeutet keine kulturelle Bereicherung sondern einen sozialen Rückschritt für unsere Gemeinschaft. Es sollte weniger die Opferrolle des Islams bedient werden – vielmehr sollte ein Diskurs über die Anerkennung der Rechte der Frauen im Islam angestoßen werden. Denn diese Form des Islam gehört nicht zu Sachsen – gehört nicht in eine aufgeklärte Gesellschaft. Wir brauchen nicht nach Gemeinsamkeiten suchen und unsere Werte verbiegen. Wir brauchen vor allem die Solidarität der muslimischen Glaubensgemeinschaft uns gegenüber, keinen Appell an Toleranz, wenn sich unter dem Deckmantel vermeintlicher religiöser Freiheit Frauen „freiwillig“ verhüllen, um sich als „Ehre ihrer Männer“ darzustellen. Erfolgreiche Integration setzt immer die Akzeptanz der einheimischen Bevölkerung voraus. In unserem freiheitlich demokratisch geprägten Wertesystem kann ich weder das Tragen der Burka noch des Niqab akzeptieren.
Hingegen unterstütze ich eine selbstbestimmte, fortschrittliche und freie Gesellschaft in der die Frau gleichberechtigt am kulturellen und sozialen Leben teilhaben sowie sich auch im Arbeitsleben verwirklichen kann. Eine mit Burka bekleidete Frau kann weder an unserem kulturell-sozialen Leben noch am Arbeitsalltag teilnehmen. Meiner Meinung nach geht es nicht, wie von Herrn Al Saadi, Vertreter des Zentralrates der Muslime in Sachsen, gefordert, um die Gleichstellung einer Religionsgemeinschaft, sondern um die Gleichberechtigung der Frau in dieser Glaubensgemeinschaft. Al Saadi sollte nicht nur Forderungen stellen sondern sich dem Diskurs über das Frauenbild des Islams öffnen.“


Ronald Pohle
Leipzig, 08.06.2016